|
 |
 |
 |
 |
| |
 |
First.Places - Hotel Puerta América, Madrid
19 weltbekannte Designer schufen in Madrid einen Hotel-Traum.
Das Hotel Puerta América ist kein gewöhnliches Hotel, sondern ein Raumkonzept, das den Besucher zum Träumen verführt. Ein einzigartiges Projekt, das 19 der besten Architekten und Designer der Welt aus 13 verschiedenen Ländern zusammengeführt hat. Originalität, Luxus, Innovation und Formenfreiheit – das sind die Charakterzüge eines Hotels, das die Sinne seiner Gäste stimuliert.
Das Projekt wurde innerhalb von drei Jahren intensiver Arbeit fertig gestellt. Die geschätzte Investition betrug 75 Millionen Euro. Auf einer Fläche von über 34.000 Quadratmetern hatten Vertreter aus vielen verschiedenen Nationalitäten und Kulturen die Gelegenheit, ihre Konzepte einzubringen.
Alle Etagen des Hotels haben die gleiche Aufteilung: eine zentrale Lobby am Ausgang des Aufzugs und ein Flur, entlang dessen zu beiden Seiten die Zimmer angeordnet sind. Jedes Stockwerk trägt die Handschrift eines Architekten oder Designers:
Der französische Architekt Jean Nouvel hat die Fassade, das Dachgeschoss und die 12. Etage entworfen. Im 12. Stockwerk sind 12 Suiten untergebracht. Hier ergibt eine Melange aus Fotografie (die Wände sind mit Bildern von Frauen und Blumen verkleidet) und Architektur einen Raum, um „außergewöhnliche Momente zu erleben”.
Zaha Hadid ist die erste Frau, die mit dem Pritzker-Preis (dem so genannten Nobelpreis der Architektur) ausgezeichnet wurde. Sie hat die erste Etage entworfen, die sich durch ihre fließenden Räume und ihr gewagtes Linienspiel auszeichnet. Die Zimmer dieser Etage erscheinen eher wie ein flüssiger als ein fester Ort. Beachtenswert sind hier die innovativen Materialien, mit denen gearbeitet wurde.
Norman Foster hat in der zweiten Etage ein ruhiges Ambiente geschaffen, das den Gast gegen die hektische Außenwelt abschirmen soll. Hier sticht der intensive Gebrauch von Leder hervor. Mit diesem Material sollen Gehör- und Tastsinns angesprochen werden.
David Chipperfield hat auf der dritten Etage ein einfaches, aber luxuriöses Ambiente kreiert, in dem handgefertigte Verkleidungen mit tapezierten Wänden oder weißem Marmor kombiniert werden. Durch eine sorgfältig ausbalancierte Kombination aus Farben und Beleuchtung schafft Chipperfield sowohl in der Lobby wie auch im Flur und auf den Zimmern ein überraschen- des Gefühl der Tiefe.
Plasma Studio, bestehend aus Eva Castro und Holger Kehne, ist ein junges Studio, das mit seinem sehr geometrischen Projekt für die vierte Etage den „Stereotyp des Hotels als einen nichts sagenden Ort” ändern will. Das Ergebnis: ein Ort wie aus einem Science-Fiction-Film.
Victorio & Lucchino haben auf der Grundlage ihrer Arbeit für die Welt der Mode die fünfte Etage in einen äußerst angenehmen Ort umgewandelt. Die beiden Designer aus Sevilla benutzen verschiedene Stofftypen wie Leinen und dekorieren die Wände der Zimmer mit verschiedenen Motiven. Das Ergebnis ist ein ungemein einladender, behaglicher Raum, in dem der Besucher von verschiedenen Stoffen und Farben umschmeichelt wird.
Marc Newson zeichnet für das sechste Stockwerk und die Bar verantwortlich. Hier hat er zwei ausgesprochen moderne, entspannte und ausgefallene Umgebungen geschaffen, in denen er mit wenigen Materialien spielt. Der vollkommen in Rot gehaltene Flur des sechsten Stockwerks ist mit lackiertem Holz ausgekleidet, das einen Spiegeleffekt ergibt. In der weiträumigen Bar sticht die 6 Tonnen schwere und 8,5 Meter lange Marmortheke hervor.
Auf besonders anregende und phantasievolle Weise hat Ron Arad den Raum im siebten Obergeschoss strukturiert. Hier können wir einige Merkmale des Hotels der Zukunft kennen lernen. Arad schafft einen internen Weg, auf dem der Besucher die verschiedenen Räume eines Zimmers entdecken kann.
Die achte Etage ist das Werk von Kathryn Findlay. Die Architektin wollte einen Ort der Meditation nachbilden, an dem der Gast träumen oder, wie Findlay es ausdrückt, der Brise lauschen kann. Um ein sehr feminines Ambiente zu erzielen, unterteilt sie die Räume lediglich mit ein paar weißen Vorhängen. Im gleichen Stockwerk hat der Beleuchtungsspezialist Jason Bruges in Zusammenarbeit mit Findlay eine Reihe von Lichtinstallationen für Lobby und Korridore entworfen, die auf den Schritt des Gastes reagieren.
Richard Gluckman ist der Designer der neunten Etage. Sein Entwurf besticht durch die unverhoffte und überraschende Verwendung von Materialien wie Methacrylat. Sein Konzept heißt ‘Box within a Box’. Auf diese Weise wird ein leichtes und stilreines Raumkonzept erzielt.
Arata Isozaki bietet dem Gast der zehnten Etage eine subtile und entspannte Innenausstattung mit klaren japanischen Anklängen. Im Bad finden wir die Traditionen aus dem Land der aufgehenden Sonne wieder: Badewanne und Dusche sind nebeneinander angeordnet und aus Holz gefertigt. Außerdem beachtenswert ist die Verwendung von Sojis, einem Paneeltyp, der an die traditionellen Häuser Japans erinnert.
Javier Mariscal und Fernando Salas wollten mit ihrem Designprojekt für das 13. Stockwerk unterschiedliche Assoziationen hervorrufen. Hauptsächlich auf den Zimmerböden und an den Wänden benutzen sie verschiedene Farben, die Freude und Phantasie herüberbringen.
Die Eingangshalle und Salons des Hotels wurden von John Pawson gestaltet, der „einen Ort der Ruhe im Herzen des Hotels” schaffen wollte. Dieses Ziel erreichte er durch die Verwendung von Holz und mit einem Konzept, bei dem die Rezeption in einem Halbkreis verborgen ist. Hierdurch bleiben die übrigen Hotelgäste, die sich in der Lobby befinden, von der typischen Hektik einer Rezeption verschont.
Christian Liaigre entwarf das Restaurant, das verschiedene Elemente der spanischen Kultur kombiniert. Hier wird eine hochwertige Qualitätsküche geboten, in der nur ausgesuchte Produkte der höchsten Qualität verwendet werden. Teresa Sapey konzipierte die Garage. Das Ergebnis ist ein Spiel aus Farben und Zeichensprache, das „die Emotionen des Einzelnen ansprechen soll, allerdings auf der Grundlage der Funktionalität”.
Somit ist jedes Geschoss mit einem Farbenspiel gekennzeichnet: das erste Untergeschoss ist mit warmen Farben versehen.
Harriet Bourne und Jonathan Bell übernahmen die Landschaftsplanung. Die Vegetation ändert sich im Wechsel der Jahreszeiten. Nach der Meinung der Landschaftsplaner ist „die Integration von Pflanzen und Gebäuden ein grundlegendes gestalterisches Element”.
Arnold Chan, von Isometrix Ligthting and Design, zeichnet für die Beleuchtung verantwortlich. Er versuchte Konzepte zu entwerfen, die sich dem Projekt jedes einzelnen Architekten anpassen.
Felipe Sáez de Gordoa (SGA Estudio), übernahm die Gestaltung der Gebäudestruktur. Dieser Architekt hat bereits mit zahlreichen Hotels zusammengearbeitet und kennt genau die Beschaffenheit von Projekten dieses Typs. Er hat die Grundlagen der Räume geschaffen, die danach von den übrigen Architekten und Designern gestaltet wurden.
Der Brasilianer Oscar Niemeyer ist einer der besten Architekten der Geschichte. Für das Hotel Puerta América hat er eine sichelförmige Skulptur entworfen, die an die poetischen Formen seiner besten Gebäude erinnert. Die Skulptur wird im Garten neben dem Hotel installiert.
Das Hotel Puerta América ist nicht nur ein Fünf Sterne-Luxushotel, sondern auch ein Genuss für die Sinne und den Intellekt.
Hotel Puerta América Avenida de América, 41 28002 Madrid Tel +34 917 445 400 · Fax +34 917 445 401 www.hotelpuertamerica.com |
|
|
|