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Neue Werkstoffe für neue Ideen
Schmuck aus Glas, Kunststoff und Edelstahl Die Zeit ist reif für klare Linien und zurückhaltende Noblesse: Diesen Eindruck gewinnt, wer Schmuck- und Designmessen in Basel, Frankfurt, Leipzig oder Köln besucht. Moderne, zeitgenössische Kreationen sind eher handwerklich gefertigte Objekte als Massenware.
Junge Schmuckdesigner prägt heute ein neues Verständnis von Schmuck, das Schmuck nicht nur an seinem materiellen Wert misst. Denn mit dem Aufkommen von Designerschmuck kommen neben den klassischen Werkstoffen wie Edelmetallen und Edelsteinen andere Werkstoffe hinzu wie etwa Glas, Kunststoff und Edelstahl. Die Verwendung neuer Werkstoffe schafft zum aufgrund der niedrigeren Einstiegspreise einen Zugang zu breiteren Käuferschichten und zum anderen vollkommen neue Gestaltungsmöglichkeiten.
Monika Jakubec kombiniert zum Beispiel das klassische Metall Silber mit farbenfrohem Kunstharz. Ihr gestalterisches Hauptthema sind geometrische Grundformen: Kegel, Kugel, Zylinder und Röhren. Diese Formen werden kombiniert, vervielfältigt, durchbrochen, verbunden oder auf das einfachste reduziert. Die junge Designerin drückt es so aus: „Schmuck zu machen bedeutet immer wieder ein Experiment.“ Ihr Ziel ist es dabei, eine ursprünglich abstrakte Konstruktionsidee in die Wirklichkeit umzusetzen. „Das entstehende Schmuckstück ist ein Abbild dieser Idee und soll eine harmonische Einheit mit dem Menschen bilden, der es trägt“ – so lautet das Credo der Künstlerin.
Moderne Formen, klassische Materialien Die Nutzung geometrischer Grundformen verbindet Monika Jakubec mit Angela Hübel. Die Hermann Jünger-Schülerin zählt zu den Stars unter den jungen Schmuckdesigner(-inne)n. Sie entwirft bevorzugt skulpturale Ringe, die sich als eigenständige Skulpturen beim Tragen der menschlichen Anatomie vollkommen anpassen und eine ganz eigene Wirkung entfalten. Das Thema Ring grenzt dabei die freie Wahl unter den Formen am meisten ein; für Angela Hübel ist es jedoch eine große Herausforderung trotz der anatomischen Einschränkungen interessante Lösungen zu finden.
Die Verwendung hochwertiger Edelmetalle wie Gold oder Platin entspricht Ihrer Intention zeitgenössischen und zugleich zeitlosen Schmuck zu entwerfen. Das mattierte Metall und die ausgeprägten Formen ihrer Ringe stehen für neue Form zurückhaltender Eleganz mit einem visuellen Überraschungseffekt, der einzigartig ist. Angela Hübel bringt ihre künstlerische Essenz wie folgt auf den Punkt: „Ich meine, dass - entsprechend einem Satz von Antoine de Saint-Exupéry - Vollkommenheit nicht dann entsteht, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann.“ >> weiter |
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| Monika Jakubec kombiniert das klassische Metall Silber mit farbenfrohem Kunstharz. (Foto: Monika Jakubec) |
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| Angela Hübel entwirft skulpturale Ringe, die bequem zu tragen sind. (Foto: Angela Hübel) |
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