Die Konkurrenten: Plasma, LCD und SED
Flachbildschirme bringen Kino-Feeling ins Haus Wie schon bei den Computerbildschirmen vollzieht sich auch bei den Fernsehern eine Wachablösung: Die klassische Kathodenstrahlröhre, die seit Beginn der Fernsehgeschichte das Bild ins Wohnzimmer gezaubert hat, hat ausgedient. Die schweren Klötze verschwinden, es kommen die flachen Giganten mit LCD- oder Plasma-Panels, die auch vom Design her eine gute Figur machen. DVDs mit hoher Auflösung und HDTV, das hochauflösende Fernsehen, dürften der klassischen Bildschirmtechnik erst recht den Todesstoß versetzen.
Schon heute bestätigen die Zahlen der Marktforscher diesen Trend. Die Analysten von iSuppli erwarten, daß die Zahl der verkauften Plasmafernseher von 4,6 Millionen in 2005 auf mehr als 13 Millionen im Jahr 2008 steigen wird. Der Markt für die klassische Bildröhre stagniert. Doch so eindeutig, wie das alles klingt, fällt der technische Vorsprung der Flachen längst nicht aus. Wo die Stärken und Schwächen der aktuellen Displays liegen, was sie leisten und wofür sie sich eignen, beleuchten wir im Folgenden etwas näher.
Plasma-, LCD- und SED-Technologie Während sich für den Anschluss am Rechner LCD-Displays als alternativlos erwiesen haben, steht der Heimkino-Adept heute vor der Wahl zwischen LCD und Plasma. Und mit dem von Toshiba und Canon entwickelten SED-Verfahren (Surface Conduction Electron Emitter Display) hat auf der Funkausstellung in Berlin ein weiteres viel versprechendes Verfahren die Bühne betreten, das in vier, fünf Jahre marktreife Produkte zeitigen könnte.
Ob LCD, Plasma oder SED, alle diese Verfahren eignen sich besonders für die Bildwiedergabe im großen Format. Und wenn man von SED absieht, handelt es sich keineswegs um neue Technologien. Vielmehr haben verbesserte Fertigungsverfahren zu einer höheren Ausbeute und längeren Lebensdauer der Panels geführt, und es den Herstellern erlaubt, die Bildfläche auf die klassischen Fernsehformate und darüber hinaus zu vergrößern.
Das Grundkonzept der Bildwiedergabe ähnelt sich bei allen Technologien, gleichgültig, ob Kathodenstrahlröhre, LCD oder Plasma. Es macht sich die mangelnde Auflösungsfähigkeit des menschlichen Auges aus größerer Entfernung zu nutze. Die einzelnen Bildpunkte (Pixel) sind jeweils aus drei Subpixeln für die Grundfarben Rot, Grün und Blau aufgebaut.
Nach dem Prinzip der additiven Farbmischung lassen sich aus diesen Farben theoretisch sämtliche Abstufungen der Farbpalette erzeugen, da die einzelnen Subpixel nicht mehr zu erkennen sind (siehe Bild). Aus gleichen Anteilen Rot, Grün und Blau entsteht weiß. Rot und Grün ergibt Gelb, Blau und Grün Cyan. Dieses Konzept wird jedoch ganz unterschiedlich interpretiert. >> weiter |