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Fernöstliche Ursprünge des Minimal-Design
Zen und das Streben nach Reduktion Der „minimal style“ moderner Gestalter beruht dabei auf einer Vielzahl von Einflüssen. Die jahrtausendenealte Zen-Lehre Japans reduzierte nicht nur in der Meditiation das Sein auf ein Streben nach dem „Nichts“, sondern auch die ganz alltäglichen Dinge wie zum Beispiel Möbel und Einrichtungsgegenstände auf ein Minimum.
Das Bett als dünner, zusammenrollbarer Futon ist vielleicht eines der bekanntesten Beispiele japanischen Minimal-Designs. Dazu tritt die Verwendung kräftiger, kontrastreicher Farben wie Schwarz und Rot sowie der Einsatz geometrischer Formen zur Raumaufteilung.
Der Armaturenhersteller Dornbracht hat sich mit seiner MEM-Serie von dieser fernöstlichen Sicht der Dinge inspirieren lassen. Das elementare Armaturendesign macht das Erleben von Reinigung zu einer unmittelbaren Erfahrung mit dem Element Wasser – ganz ohne Perlator.
Kombiniert mit der in Japan weit verbreiteten Holzsitzbadewanne entsteht ein Ambiente, das stark an asiatische Baderituale anknüpft. Minimalistische Formen und reduzierte Räume verstärken das Bewusstsein für diese Rituale. Die von Sieger Design für Dornbracht entwickelte Serie MEM mutiert so zu einem Designkonzept, das sich wie die Meme Richard Dawkins durch evolutionäre Techniken weiterentwickelt und verbreitet.
Attraktive Lösungen für die Integration minimalistischer Bad- und Wohnbereiche offeriert das Gemeinschaftsprojekt „New Places“ von e15, Dornbracht und Alape. Die sanfte und stilvolle Integration von Wohlfühl- und Erholungsritualen erinnert an fernöstliche Meditationen.
Die betonte Schlichtheit des Designs verbindet die drei Hersteller ebenso wie ihr gemeinsamer Anspruch, Markenqualität auf höchster Ebene zu schaffen. Die drei Modulserien haben gerade aufgrund ihres Purismus das Zeug dazu, zeitlos moderne Klassiker zu werden.
Das Bauhaus als minimalistischer Meilenstein Die Grundlage minimalistischen Designs sind nicht nur in Japan und China zu finden. Das Bauhaus erlangte als Deutschlands berühmteste Kunst-, Design- und Architekturschule der Klassischen Moderne Weltruhm. In Dessau entstehen die ersten Stahlrohrmöbel, geschaffen von Marcel Breuer, Mart Stam und Ludwig Mies van der Rohe. Die heute glücklicherweise verfügbaren Reeditionen dieser Bauhausentwürfe sind minimalistische Design-Klassiker.
Basierend auf den Originalentwürfen bietet Knoll International heute Mies van der Rohes Barcelona Chair und Marcel Breuers Wassily Sessel B3 an, während Vitra die Le Corbusiers LC4 Liege auch heute noch in höchster Qualität fertigt und Tecnolumen für die einzige authorisierte Version der Wagenfeld Lampe verantwortlich zeichnet.
Zu den Herstellern hochwertiger Reeditionen zählen auch die Unternehmen Thonet (Stahlrohr-Freischwinger von Mies van der Rohe und Marcel Breuer) sowie das Traditionsunternehmen ClassiCon (Original des Eileen Gray Table). Möbelstücke dieser Hersteller sind begehrte Sammlerstücke, die in Museen wie dem Museum of Modern Art, dem Centre Pompidou oder dem Londoner International Museum of Design zu sehen sind. >> weiter |
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| Zen pur: die von Sieger Design für Dornbracht entworfene MEM-Serie. (Foto: Dornbracht) |
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| „New Places“ von e15, Dornbracht und Alape. (Foto: e15) |
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